Christoph Deimel nimmt auf der Build in Wood konferenz an einer Debatte über dem Holzbau teil.
Christoph Deimel, Geschäftsführer, Deimel Oelschläger Architekten GmbH

Das erarbeitete und bekannte Wissen im Holzbau muss verbreitet werden

Christoph Deimel ist Geschäftsführer bei Deimel Oelschläger Architekten GmbH. Auf der Build in Wood Holzbaukonferenz am 23. und 24. Januar 2024 in Hamburg können Sie ihn als Vertreter der Planer aus Berlin in einer Debatte erleben, wo die Fragen ” Wie können wir gemeinsam den Holzbau in Deutschland vorantreiben? Und welche Herausforderungen gibt es und was verlangt es von uns?”, besprochen werden. In dieser Debatte intensivieren wir den Austausch zwischen Akteure in der Praxis, um gemeinsam den Holzbau zu stärken.

Hier können Sie ein Interview mit ihm lesen.

Was ist Ihr Hintergrund und wie arbeiten Sie mit Holz?

Wir beschäftigen uns seit über 20 Jahren mit den nachhaltigen Planen und Bauen. Erste Passivhäuser sind als Holzhybridbauten mit massiver Tragstruktur und vorgehängten Holztafelbauelementen errichtet worden. Der Fokus liegt mehr und mehr auf dem Einsatz nachhaltiger Baustoffe. So ersetzen wir minralische Baustoffe im Tragsystemen durch Holz.

Was sind Ihrer Meinung nach derzeit die größten Herausforderungen im Holzbau?

Das erarbeitete und bekannte Wissen im Holzbau muss weiter verbreitet werden. Durch Schulung und Weiterbildung. Das gilt aus meiner Sicht sowohl für die planenden aus auch für die ausführenden Gewerke. Durch richtiges Konstrurieren können deutliche Kosteneinsparungen erzielt werden, der Preisaufschlag gegenüber herkömmlichen Bauweisen reduziert werden.

Der Holzbau hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Wo liegt Ihrer Meinung nach das Potenzial für die Zukunft? Und was wünschen Sie sich für die zukünftige Entwicklung des Holzbaus?

Ich sehe das Potential vor allem in städtischen Räumen. Projekte der Nachverdichtung und Aufstockung eignen sich für den Holzbau. Vorteile in kürzeren Bauzeiten und hoher Fertigung bedeuten weniger Belastung durch Baugeschehen von betroffenen Nachbarn.

Ich hoffe, dass es mehr Unternehmen gibt, die sich im mittelern und großen Projektsegment anbieten. Die Regeln für den Holzbau entwickeln sich durch die Erfahrung aus umgesetzen Projekten weiter und sollten weiter angepasst werden. Wir sollten unsere Planungsinstrumente verbessern z.B. durch Einsatz von BIM um die Vorteile der seriellen Fertigung weiter zu nutzen.

Welche Holzprojekte halten Sie für interessant und innovativ?

Grundsätzlich sollte Holz immer sichtbar verbaut werden. Die Nutzer erleben die Atmosphäre in Holzhäusern. Materialien zur Verkleidung sind nicht aus nachwachsenden Baustoffen und verschlechtern die CO2 Bilanz der Gebäude. Technische Lösungen zum technischen Brandschutz wie Sprinkleranlagen sollten vermieden werden. 

Sie nehmen Teil an der Debatte: „Wie können wir gemeinsam den Holzbau in Deutschland vorantreiben? Und welche Herausforderungen gibt es und was verlangt es von uns?“. Was erhoffen Sie sich, dass hoffen Sie, dass die Teilnehmer daraus lernen können?

Im Rahmen der Podiumsdiskussion werde ich als Vertreter der Planer sprechen. Ich kann über unsere Erfahrungen mit dem Holzbau sprechen und motivieren sich auf den Weg zu machen und mit dem Holzbau zu beginnen. Wir bauen heute für morgen unter den jeweils geltenden Bedingungen. Die Gebäude bilden jeweils den Stand der Technik und des Wissens ab. Wir lernen von Projekt zu Projekt. Unser Büro entwickelt innovative Lösungen und Verfahren im Rahmen einzelner Forschungsvorhaben, die wir mit unterschiedlichen Partnern und Universitäten durchführen.

Möchten Sie mehr von Christoph Deimel hören?

Auf der Build in Wood Holzbaukonferenz in Hamburg am 23. und 24. Januar 2024 können Sie ihn in einer Debatte erleben, wo die Frage „Wie können wir gemeinsam den Holzbau in Deutschland vorantreiben? Und welche Herausforderungen gibt es und was verlangt es von uns?“ beantwortet wird. Lesen Sie mehr hier.

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