Time Main Track Sessions
8:30

Registrierung und Frühstück

9:00

Begrüßung und Vorstellung des heutigen Programms

Kasimir Altzweig
Dipl. Ing. Architekt BDA, Störmer Murphy and Partners GbR
9:05

Thema 1: Vom Wald zum Bau: Sind die Ressourcen und Rahmenbedingungen vorhanden?

Um mehr mit Holz zu bauen, sind verantwortungsvoll bewirtschaftete Ressourcen und klare Rahmenbedingungen erforderlich. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, ob wir über ausreichende Mengen an nachhaltigem Holz verfügen und wie wir Klimaschutz mit den Anforderungen der Bauordnung in Einklang bringen können. Hören Sie Expert:innen, die ihre Einblicke in Holzbau, CO₂-Reduktion und das Ressourcenmanagement der Zukunft teilen.
9:10

DEBATTE: Ist Holz eine knappe Ressource?

Wir sprechen darüber, deutlich mehr Holz im Bauwesen einzusetzen – schließlich gilt es als nachhaltigere Alternative zu vielen anderen Baustoffen. Doch gibt es überhaupt genug Holz, um künftig verstärkt darauf zu setzen? Und wie steht es um verantwortungsvolle Forstwirtschaft, Biodiversität und unseren Planeten? Es geht also nicht nur darum, ob ausreichend Holz in unseren Wäldern vorhanden ist, sondern auch darum, wie wir diese Wälder bewirtschaften und welche Auswirkungen dies auf das gesamte System hat. Weitere Teilnehmer:Innen folgen
Alfred Schumm
CEO, FSC Deutschland
Kasimir Altzweig
Dipl. Ing. Architekt BDA, Störmer Murphy and Partners GbR
10:00
10:30

Pause & Netzwerk

11:00

CO2-Speicherzertifikate im Bauwesen: Zwischen wirtschaftlicher Tragfähigkeit und ökologischer Integrität

Unsere Forschungsprojekte GEFION [ˈɡevˈjon] & TýR [tʊiːɹ] untersuchen, wie der EU-Zertifizierungsrahmen zur Kohlenstoffentnahme (CRCF) auf Gebäude angewendet werden kann. Ziel ist es, die langfristige Kohlenstoffspeicherung in biobasierten Bauprodukten in Bauwerken wissenschaftlich fundiert, ökologisch glaubwürdig und nachvollziehbar zu quantifizieren und zu zertifizieren. Dazu analysieren wir Materialkreisläufe, Lebenszyklusanalysen und die Anforderungen an die digitale Dokumentation, um sicherzustellen, dass CO₂-Speicherzertifikate einen tatsächlichen Klimanutzen erbringen – und keine Fehlanreize für nicht nachhaltiges Bauen setzen. Gleichzeitig erforschen wir, wie sich solche Zertifikate sinnvoll in bestehende Gebäudezertifizierungen und CO₂-Märkte integrieren lassen – ohne Greenwashing zu begünstigen. Unsere Forschung legt damit das Fundament für transparente, ökologisch robuste und handelbare CO₂-Speicherzertifikate im Bausektor.
Polina Liepelt
Wissenschaftliche Angestellte, Hochschule Esslingen
Robert Böker
Co-Founder, Projektmanagement, WoodenValley gGmbH
11:30

Hamburg auf dem Weg zum klimaschonenden Bauen

Hamburg hat seit Anfang 2024 eine Holzbaustrategie. Was beinhaltet sie? Wie viele Gebäude werden in Hamburg aktuell aus Holz gebaut? Diese und noch weitere Fragen zu den aktuellen Holzbau-Entwicklungen in Hamburg werden in dem Vortrag von Annika Meisner beantwortet.
Annika Meisner
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, Freie und Hansestadt Hamburg
12:00

Mittagessen

12:55

Thema 2: Holz – ein natürlicher Teil der Lösung

Es werden Ihnen Praxisbeispiele und Erfahrungen vorgestellt, die Impulse dafür geben, wie Holz zur bevorzugten Wahl im Bauen der Zukunft werden kann – von Alltagsprojekten bis hin zu großen Prestigebauten.
13:00

Das Atrium im Stammhaus von Blumer Lehmann – Ausdruck gelebter Holzbau-Kompetenz

Das neue Stammhaus von Blumer Lehmann in Gossau ist ein außergewöhnlicher Holzbau, der Innovation und Handwerkskunst vereint. Herzstück ist die frei geformte Atrium-Treppe aus dem neu entwickelten CLT curved, die wie ein moderner Baumstamm durch alle vier Geschosse wächst. Großzügige Räume, markante Holzfassaden und nachhaltige Klimatisierung machen das Gebäude zu einem eindrucksvollen Beispiel für zeitgenössischen Holzbau.
David Riggenbach
Senior Engineer, Projektentwickler Holzkonstruktionen und modulares Bauen, Blumer Lehmann
Martin Looser
Geschäftsführer Holzbau, Mitglied der Unternehmensleitung, Blumer Lehmann
Johanna Deinet
Projektleiterin + Partnerin, K&L Architekten AG
13:40

Debatte: Wie wird Holz zur Selbstverständlichkeit?

In den letzten 5-10 Jahren haben wir viele beeindruckende und groß angelegte Holzbauten gesehen, die inspirieren und neue Maßstäbe setzen. Wenn wir unsere Ziele für eine nachhaltige Transformation erreichen wollen, muss Holz als Baustoff ganz selbstverständlich in jedem Projekt mitgedacht werden. Holz muss in sozialen Wohnbauten, Reihenhäusern, Bürogebäuden, Schulen und Sporthallen zum Einsatz kommen. Erfahren Sie mehr über die Herausforderungen bei verschiedenen Bauarten, gesetzliche Anforderungen, Budgetgrenzen und vieles mehr, wenn wir uns mit den Fragen beschäftigen: Wie wird Holz zu einem natürlichen Teil der Lösung – und welche Hürden sehen wir aktuell?
Robert Bode
Projektleiter, Werner Sobek Hamburg
Tobias Hertwig
Geschäftsführer, Garbe Immobilien
Julian Weyer
Partner, Architekt, C.F. Møller Architects
Kasimir Altzweig
Dipl. Ing. Architekt BDA, Störmer Murphy and Partners GbR
14:30

Pause & Netzwerk

14:55

Thema 3: Holzschutz: Fassadengestaltung und Design

Holz als Fassadenmaterial bietet viele Vorteile, erfordert jedoch den richtigen Schutz und eine fachgerechte Pflege. In diesem Themenstrang erfahren Sie mehr über konstruktiven Holzschutz und Strategien zur Instandhaltung von Holzfassaden. Außerdem betrachten wir, wie die Eigenschaften von Holz im Designprozess genutzt werden können und welche Vorteile und Herausforderungen beim Einsatz von Holzfassaden zu berücksichtigen sind.
15:00

Unter erschwerten Bedingungen – Ingenieurholzbau an der Küste

Parametrisch geplant, dreidimensional realisiert - Ingenieurholzbau unter erschwerten Bedingungen. Anna Lena Assel gewährt Einblicke in die Planung, Fertigung und Montage des freigeformten, hölzernen und frei bewitterten Exoskeletts von Silt Middelkerke.
Anna Lena Assel
Project Manager, HESS TIMBER GmbH
15:30

Holz in der Fassade, mehr als nur Gestaltung

Das Feuchteverhalten von Holz mit Schwinden, Quellen und biotischen Schäden prägt die Dauerhaftigkeit von Fassadenkonstruktionen. Schadensbeispiele und risikobehaftete Bauweisen verdeutlichen die typischen Herausforderungen. Strategien zur Formstabilität und zum Holzschutz umfassen die Wahl geeigneter Holzarten, Beschichtungen, Homogenisierung wie 3S-Platten und verschiedene Formen der Modifizierung. Ein ergänzender Blick auf historische Konstruktionsweisen zeigt, wie grundlegende Prinzipien des Fassadenbaus schon früher umgesetzt wurden.
Reiner Klopfer
Dipl.-Holzing, Holzschutz
16:00

81fünf – Netzwerken am Küchentisch

Thomas Elster, Vorstand des Netzwerks 81fünf, und Martin Kahrs, selbstständiger Architekt und Partner im Netzwerk, zeigen wie erfolgreiche Zusammenarbeit im Holzbau gelingen kann – wenn Architekt:innen, Planer:innen und Holzbauunternehmen ihre Perspektiven zusammenbringen. Gerade bei größeren Holzbauprojekten zeigt sich, wie wichtig abgestimmtes Handeln ist. Solche Vorhaben erfordern ein gemeinsames Verständnis von Zielen und Abläufen. Frühzeitige, partnerschaftliche Zusammenarbeit ermöglicht effiziente Prozesse, reduziert Schnittstellen und nutzt die Potenziale des Holzbaus optimal. Wenn alle Beteiligten ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Ideen einbringen, entstehen Lösungen, die technisch, gestalterisch und organisatorisch überzeugen. Die 81fünf lebt von diesem gemeinsamen Denken und Handeln – getragen von klaren Spielregeln, gegenseitigem Respekt und einer offenen, vertrauensvollen Atmosphäre. So wird Zusammenarbeit nicht nur effizient, sondern auch inspirierend.
Hans Martin Kahrs
Dipl.-Ing., BDA, Inhaber, Kahrs-Architekten
Thomas Elster
Dipl. Holzwirt, Vorstand, 81fünf high-tech & holzbau AG
16:20

Kurze Zusammenfassung von der Moderation

Kasimir Altzweig
Dipl. Ing. Architekt BDA, Störmer Murphy and Partners GbR